Jens Spahn Jens Spahn Jens Spahn

Lebenslauf

Geboren und aufgewachsen bin ich in Ahaus im westlichen Münsterland. Genauer gesagt in Ottenstein, einem kleinen Dorf wenige Kilometer vor der niederländischen Grenze. Meine beiden Geschwister und ich sind oft in die Niederlande zum Einkaufen gefahren. Ich kann mich noch gut an unterschiedliche Währungen und die Kontrollen an der Grenze erinnern. Von beidem ist heute nichts mehr da – es ist völlig normal, auf der jeweils anderen Seite der Grenze zu arbeiten, zu leben. Vor meiner Haustüre kann man sehen, wie gut uns Europa tut. Als Vorsitzender der deutsch-niederländischen Parlamentariergruppe ist es mir wichtig, dafür zu sorgen, dass das auch so bleibt.

1999 machte ich Abitur an der Bischöflichen Canisiusschule in Ahaus und anschließend eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Westdeutschen Landesbank in Münster. Anschließend studierte ich Politikwissenschaft an der Fernuniversität Hagen, das ich mit dem Master of Arts (M.A.) abschloss.

Seit meiner Kindheit engagierte ich mich in der katholischen Jugendarbeit. In der KJG und im BDKJ organisierte ich als Gruppenleiter unter anderem Sommerlager und konnte als Vorsitzender des BDKJ (1998 bis 2005) erste politische Erfahrungen sammeln. Insbesondere sind mir die intensiven Diskussionen in Erinnerung geblieben, die wir schon damals über die alternde Gesellschaft führten.

Jens Spahn

Selbst im Ahauser Stadtrat, dem ich von 1999 bis 2009 angehörte, machten wir uns sehr intensiv Gedanken darüber, wie eine Stadt aussieht, in der immer mehr ältere Menschen leben. Das fängt bei längeren Grünphasen bei Fußgängerampeln an und hört bei altersgerechten Wohnformen sicher nicht auf. Und natürlich hat das alles auch Auswirkungen auf die Jüngeren in der Gesellschaft. Auch wenn der Prozess des demographischen Wandels noch lange nicht am Ende ist, haben wir in Deutschland bisher doch vieles richtig gemacht – von kommunalpolitischen Entscheidungen über die Reform der Rentenversicherung oder die Schuldenbremse im Grundgesetz.

In die Junge Union bin ich 1995 eingetreten und war Vorsitzender der JU Kreis Borken zwischen 1999 und 2006. Den Aufnahmeantrag für die CDU habe ich 1997 unterschrieben - seit 2005 bin ich Vorsitzender unseres Kreisverbandes.

Am 22. September 2002 wurde ich zum ersten Mal von Bürgerinnen und Bürgern des Wahlkreises Steinfurt I/ Borken I in den Bundestag gewählt. Das war eine einmalige Chance und ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit bekam, mein Hobby zum Beruf zu machen. Als Bundestagsabgeordneter treffe ich viele Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Ideen und Vorstellungen, wie sich unsere Gesellschaft entwickeln soll. Kein Tag ist wie der andere - das ist nicht in jedem Beruf so.

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Zwischen 2009 und 2015 war ich Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CDU-Bundestagsfraktion und konnte in dieser Funktion einige wichtige Reformen mitgestalten. Wichtig ist, dass wir den Patienten in den Mittelpunkt stellen, oftmals sind die Diskussionen in diesem zentralen Politikfeld leider sehr abstrakt.

Seit dem Jahr 2012 bin ich Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, sowie seit 2014 auch Mitglied des CDU-Präsidiums. Im Juli 2015 wurde ich zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen ernannt. Seitdem konnte ich mir mit den Themen Haushalt, Europa und FinTec neue Themenfelder erschließen, die für unsere Zukunft entscheidend sind. Und: Wir haben in Deutschland seit einigen Jahren einen ausgeglichenen Haushalt. Das ist gelebte Generationengerechtigkeit.

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